Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Gilt für Unternehmer (B2B), nicht für Verbraucher.
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen der Hoffrucht GmbH, Schlagenstraße 19d, 4810 Gmunden (nachfolgend „Anbieter“) und ihren gewerblichen Kunden (nachfolgend „Kunde“) über die Nutzung der Software-as-a-Service-Anwendung CultiNode.
(2) Es gelten ausschließlich diese AGB. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, sofern der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich zustimmt.
(3) Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 1 UGB (Österreich) bzw. § 14 BGB (Deutschland). Verbraucher im Sinne des § 1 KSchG (Österreich) bzw. § 13 BGB (Deutschland) sind von der Nutzung ausgeschlossen. Mit Vertragsschluss bestätigt der Kunde, dass er den Vertrag in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit abschließt.
§ 2 Vertragsgegenstand / Leistung
(1) Der Anbieter stellt dem Kunden CultiNode als webbasierte Anwendung zur Nutzung über das Internet zur Verfügung (Bewässerungs-/Fertigations-Management). Der Funktionsumfang richtet sich nach den gebuchten Modulen.
(2) Der Anbieter entwickelt die Software laufend weiter. Updates innerhalb der gebuchten Module sind inklusive; neue, eigenständige Module können kostenpflichtig hinzugebucht werden.
§ 3 Vertragsschluss
Der Vertrag kommt durch Bestellung des Kunden und Bestätigung bzw. Freischaltung durch den Anbieter zustande.
§ 4 Preise und Zahlung
(1) Es gilt das Baukasten-Modell: Basispaket zzgl. optional gebuchter Module. Alle Preise verstehen sich netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.
(2) Ein etwaiger Gründungsrabatt wird gesondert ausgewiesen und gilt nur unter den jeweils genannten Bedingungen.
(3) Die Abrechnung erfolgt jährlich im Voraus (sofern nicht anders vereinbart). Rechnungen sind innerhalb von 14 Tagen ohne Abzug zahlbar.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang nach Ankündigung zu sperren, bis der offene Betrag beglichen ist.
(5) Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen für Geschäfte zwischen Unternehmern: in Österreich 9,2 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§ 456 UGB), in Deutschland 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB). Die Geltendmachung eines weitergehenden Verzugsschadens sowie von Mahn- und Inkassokosten bleibt unberührt.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Vertrag läuft 12 Monate ab Abschluss und verlängert sich jeweils um weitere 12 Monate, sofern er nicht mit einer Frist von einem Monat zum Laufzeitende gekündigt wird (rollierende Laufzeit).
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(3) Kündigungen bedürfen der Textform (E-Mail genügt).
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde hält Zugangsdaten geheim und sichert sie gegen Zugriff Dritter.
(2) Der Kunde ist für die von ihm eingestellten Inhalte und Daten verantwortlich und stellt sicher, dass er zur Verarbeitung der Daten seiner Mitarbeiter/Dritter berechtigt ist.
§ 7 Verfügbarkeit / Beta-Hinweis
(1) Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet jedoch keine bestimmte Verfügbarkeitsquote. Wartungsarbeiten und Störungen können zu Unterbrechungen führen.
(2) Beta-Hinweis: Soweit dem Kunden Funktionen im Rahmen einer als „Beta“, „Test“ oder „Vorschau“ gekennzeichneten und kostenlos bereitgestellten Phase zur Verfügung gestellt werden, erfolgt die Nutzung im Bewusstsein, dass Funktionen unfertig sein und Fehler auftreten können. Eine Gewähr für ununterbrochene Verfügbarkeit oder Fehlerfreiheit wird für solche kostenlosen Phasen nicht übernommen. Der Kunde sichert wichtige eigene Daten zusätzlich.
§ 8 Datenschutz / Auftragsverarbeitung
Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, schließen die Parteien einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Dieser ist Bestandteil des Vertrags.
§ 9 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie im Rahmen sonstiger zwingender gesetzlicher Haftung.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur nach Maßgabe der folgenden Regelungen und nur, soweit gesetzlich zulässig:
- Für Deutschland: Die Haftung besteht nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) – d. h. einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf – und ist der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
- Für Österreich: Die Haftung für leicht fahrlässig verursachte Schäden ist – ausgenommen Personenschäden – ausgeschlossen.
(3) In jedem Fall – für Österreich wie für Deutschland – ist bei leichter Fahrlässigkeit der Ersatz von entgangenem Gewinn, mittelbaren Schäden und Folgeschäden ausgeschlossen.
(4) Haftungshöchstgrenze: Die Gesamthaftung des Anbieters für Fälle leichter Fahrlässigkeit ist – je Schadensfall und insgesamt pro Vertragsjahr – auf die Höhe der Entgelte begrenzt, die der Kunde in den letzten zwölf (12) Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis an den Anbieter gezahlt hat. Die unbeschränkte Haftung nach Abs. 1 bleibt hiervon unberührt.
(5) Die Haftung für Datenverlust ist auf den Aufwand begrenzt, der bei ordnungsgemäßer und regelmäßiger Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre.
(6) Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen.
§ 10 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Gerichtsstand ist – soweit zulässig – der Sitz des Anbieters (Gmunden bzw. sachlich zuständiges Gericht in Österreich).
(3) Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
Stand: Juli 2026.